Ökoprojekt MobilSpiel e.V.

Spielstadt Mini-München

Die Spielstadt Mini-München ist Münchens größtes kulturpädagogisches Ferienangebot und findet alle zwei Jahre statt. Mini-München ist eine temporäre, pädagogisch inszenierte Stadt, die 7-15-Jährige unter der Mitwirkung von Erwachsenen betreiben und verwalten. Sie arbeiten, studieren und verdienen Geld. Dieses geben sie für Bildung, Essen, Freizeit oder Konsumgüter aus und gestalten so das kulturelle und politische Leben ihrer Stadt mit.

Mini-München findet STADT!

Die 20. Ausgabe der beliebten Spielstadt Mini-München steht vor der Tür. Angesichts der Corona-Pandemie muss sie sich zu ihrem 40-jährigen Jubiläum neu erfinden.

 

In Mini-München, der Spielstadt für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren, kann man arbeiten, studieren, Geld verdienen und ausgeben, ein Geschäft gründen, mitbestimmen, wählen, bauen, Freunde treffen und vieles mehr. Als Großveranstaltung kann sie in diesem Sommer aufgrund von Corona leider nicht in der bekannten Form stattfinden. Doch die gute Nachricht für Mini-Münchner*innen und alle, die es werden wollen: Mini-München wird nicht abgesagt, sondern stellt sich der Herausforderung und passt sich den Gegebenheiten und erforderlichen Gesundheitsbestimmungen an.

 

In „Mini-München findet STADT!“ gibt es auch neue Möglichkeiten, mitzuspielen – und wie gewohnt eine große Auswahl an attraktiven Jobs und Tätigkeiten. Auch an der kostenlosen Teilnahme ändert sich nichts. Den aktuellen Auflagen und erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen wird sich „Mini-München findet Stadt“ flexibel anpassen. Aktuelle Informationen finden sich stets unter www.mini-muenchen.info

Analog und digital: Mini-München stadtweit vernetzt

In diesem Jahr ist die Spielstadt über die Stadt verteilt und baut daher ihre digitale und kommunikative Infrastruktur aus. Wichtige Spielfunktionen können auch aus der Distanz wahrgenommen werden: das Arbeitsamt bietet telefonische Beratung bei der Jobsuche, die in den Werkstätten produzierten Waren werden per Versandhandel verkauft, und den Mini-Münchner*innen steht Online-Banking zur Verfügung. Der Mini-München-Radiosender sendet live und direkt Informationen in alle Betriebe, und die Sekretariate sind mit Telefonanschlüssen ausgestattet. Zwischen den Werkstätten und Spielorten werden Kurierdienste und Warentransporte per Lastenrad ausgeführt.

Klimaschutzzentrum in Mini-München

Wie in der „großen“ Stadt beschäftigen sich auch die Bürger*innen von Mini-München mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fragen. Im Klimaschutzzentrum, einer eigenen Einrichtung in der Spielstadt, dreht sich alles rund um die Themen Klimawandel und Klimaschutz. Hier wird es konkret: den eigenen Konsum auf der Weltkugel in einen globalen Zusammenhang stellen, gebrauchten Dingen in Upcycling-Werkstätten einen neuen Wert geben und Demonstrationen für mehr Klimagerechtigkeit initiieren. Durch ihre Aktivitäten nehmen die jungen Klimaschützer*innen Einfluss auf die anderen Einrichtungen und setzen wichtige Impulse für das gesamte Spielstadtgeschehen.

Spielstadt Mini-München und die SDGs

Erwachsene wie Kinder sind von den Folgen des Klimawandels gleichermaßen betroffen. Mit Blick auf die Welt von morgen ist das Thema für die heutige junge Generation sogar von noch höherer Relevanz. Klimaschutz ist somit eine generationenübergreifende Aufgabe. Doch welche Wege und Handlungsanlässe lassen sich finden, um mit Kindern Fragen des Klimawandels und des Klimaschutzes zu erforschen?

 

Ein Raum für Erfahrungen, Erkenntnisse und Auseinandersetzung mit all diesen Fragestellungen ist die Spielstadt Mini-München. In dieser temporären Modell-Stadt organisieren bis zu 2500 Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren täglich städtisches Leben. Wie in der „großen“ Stadt behandeln auch sie soziale, wirtschaftliche und politische Fragen. Umwelt- und Klimaschutz ist dabei ein Anliegen, für das sich die Bürger*innen von Mini-München in den letzten Jahren vermehrt engagieren. Dazu werden sie selbst aktiv, setzen sich mit klimarelevanten Themen auseinander und bringen diese in das gesamte Spielgeschehen ein.

 

2018 gab es in Mini-München zum zweiten Mal ein Klimaschutz-zentrum in Form einer eigenständigen Einrichtung. In seiner pädagogischen Konzeption folgt dieses den Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Den inhaltlichen Rahmen geben die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals = SDGs) der Agenda 2030 vor. In der Umsetzung des Klimaschutzzentrums werden die vier BNE-Dimensionen – ökologisch, sozial, kulturell und wirtschaftlich – ebenso wie der kulturpädagogische Ansatz der Spielstadt berücksichtigt. Die Verortung des Themas in einem spielerischen und offenen Handlungsrahmen erfolgt durch den Aufbau verschiedener Aktions- und Arbeitsbereiche.

Fotos: Tom Reger

Termine: 27.07.-14.08.2020, jeweils Montag bis Freitag, 10:00 bis 17:00 Uhr

Ort: Olympiapark, München

Kosten: Kostenfrei

Infos: www.mini-muenchen.info, Dorothea Mozart, Tel. 089 76991727, dorothea.mozart(at)mobilspiel.de

Das Klimaschutzzentrum findet im Auftrag des Referats für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München statt und wird in Kooperation mit Kultur & Spielraum e.V. konzipiert und umgesetzt.

Mit dem Klimaschutzzentrum im Rahmen der Spielstadt Mini-München wirken wir mit bei der Umsetzung folgender SDGs:

 

Ziel 4: Zugang zu Bildung

Inklusive, gleichberechtigte und hoch­wertige Bildung gewährleisten und Möglich­keiten lebenslangen Lernens für alle fördern.

 

Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

 

Ziel 12: Kritischer Konsum

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

 

Ziel 13: Handeln für den Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.